Zwischen Tradition und Moderne: Balinesischer Tanz

Zwischen Tradition und Moderne: Balinesischer Tanz

Vielleicht nehmt ihr an einem unserer Tanzkurse für Paare oder für Jugendliche teil. Wenn ihr euch aber euch auch für die Tanzwelt außerhalb der Tanzschule Keller in Berlin interessiert, habt ihr euch vielleicht bereits mit den Tänzen anderer Kulturen beschäftigt. Wir möchten euch heute eine ganz besondere Form des Tanzens vorstellen: Balinesischer Tanz

Bali ist aktuell eines der angesagtesten Reiseziele der Welt. Angeregt durch Instagram & Co. strömen rund vier Millionen Besucher jedes Jahr auf die kleine indonesische Insel. Doch schaut man sich an, was das Eiland und seine Bewohner kulturell zu bieten haben, ist das kaum verwunderlich. Ein besonders wichtiger Teil dieser Kultur sind die Tänze der Balinesen. Sie führen diese oftmals klassisch zu der klangvollen Gamelanmusik auf und sie haben ganz unterschiedliche Zwecke: Es gibt die heiligen Tänze „Wali“, Opfertänze „Bebali“, und solche, die heutzutage beinahe nur noch als Touristenattraktion aufgeführt werden. Dazu gehören unter anderem der berühmte Kecak- und der Legong-Tanz.

Der Kecak-Tanz

Der Kecak-Tanz ist dabei wie ganz Bali insbesondere durch die Verfilmung des Romans „Eat, Pray, Love“ bekannt geworden. Während der Aufführung werden die Tänzer nur von Kerzenlicht beleuchtet und anstelle von Musik ertönen die Gesänge der Tänzer. Dies erschafft eine geheimnisvolle Stimmung, die vor allem bei Touristen besonders gut ankommt: Die täglichen Vorstellungen im Sonnenuntergang am Tempel von Uluwatu sind regelmäßig ausgebucht.

Der Legong

Der Legong setzt dabei zumindest bei der Schrittreihenfolge auf strenge Einhaltung der Tradition: Bei dem ehemaligen Hoftanz sind alle Bewegungen haargenau vorgeschrieben. Sie müssen punktgenau abgepasst und kunstvoll ausgeführt werden. Früher wurde er mehrheitlich von sehr jungen Mädchen getanzt. Heutzutage geben ihn auch Männer und erwachsene Damen für die Touristen zum Besten.

Ein besonderes Merkmal der Tänze besteht auch in der Aufmachung der Tänzerinnen und Tänzer. Diese sind aufwendig geschminkt und zurechtgemacht, tragen opulente Kostüme und atemberaubende Kopfbedeckungen.

Balinesischer Tanz hat sich durch den Tourismus jedoch verändert und ist von der eigentlichen Form abgewichen. Vor allem um die Reisenden besser zu unterhalten. Auch eigens für Touristen entwickelte Tänze nehmen zu. Was nach einem Ausverkauf der eigenen Kultur klingt, hat jedoch nicht nur Schattenseiten: Tänzer  verdienen oftmals so viel wie in kaum einem anderen Beruf. So können sie auf diese Weise ihre gesamte Familie ernähren.

Wie steht ihr dazu? Diskutiert eure Meinung doch gern einmal hier in den Kommentaren oder nach einer Tanzstunde bei uns in der Tanzschule!

Bild von inno kurnia auf Pixabay.